Ausstellungsdesign für die
Österreichische Gesellschaft für Comics
Für was
ist das gut?
In Österreich existiert seit den 1970er-Jahren eine lebendige Comicszene, deren Protagonistinnen und Protagonisten teilweise bis heute aktiv sind und das Fundament dieses Kunstmediums prägen. Dennoch fehlte bislang eine umfassende Rückschau auf die Entwicklung zwischen 1970 und 2000 – eine Phase, die stilistisch wie strukturell entscheidend war. Die Ausstellung setzte genau hier an und stellte zugleich die Frage, was sich seither verändert hat und wie die damaligen Bedingungen, Netzwerke und Arbeitsweisen aussahen.
Als Ausgangspunkt dienten zahlreiche Stunden an Interviews mit fünf prägenden Zeichnerinnen und Zeichnern, die ihre persönlichen Erfahrungen, Arbeitsprozesse und Perspektiven teilten. Ergänzt wurden diese durch historisches Material, darunter Interviews aus den 1990er-Jahren, die einen direkten Einblick in die damalige Szene ermöglichten. Präsentiert wurde das Projekt in einem Offspace im 4. Wiener Gemeindebezirk, was bewusst einen informellen, zugänglichen Rahmen für die Auseinandersetzung mit dem Medium schuf.
Das Ergebnis war eine vielschichtige Ausstellung, die nicht nur den künstlerischen Schaffensprozess beleuchtet, sondern auch die Produktions- und Distributionsbedingungen in den Fokus rückt: Wie wurden Comics gedruckt, verbreitet und gelesen? Originalzeichnungen und Hefte aus der Zeit konnten vor Ort entdeckt werden, eine Leseecke lud zum vertieften Eintauchen ein. So entstand ein atmosphärisches Gesamtbild, das die damalige Zeit einfängt und die Akteurinnen und Akteure selbst zu Wort kommen lässt.
Im März 2026 hatten wir die Möglichkeit, die Ausstellung „Für was ist das gut?“ Im OK Kulturquartier Linz im Rahmen des Nextcomic Festivals zu zeigen.
Kuratierung: Katharina Serles, Nico Dostal
Ausstellungsgestaltung: Monika Ernst, Lenz Mosbacher
Raum: Spirit Builders
"Für was ist das gut?" beim Nextcomic Festival Linz
Die Ausstellung wurde 2026 in Linz beim Nextcomic Festival Linz erneut gezeigt.
Fotos: Katharina Acht, Alisa Matern